Deliah wusste nicht wie lange es brauchte bis sie tatsächlich einschlief. Lange hatte sie in einem Lösenden Zustand befunden, bis sie schließlich doch abgedriftet war. Doch ein ruhiger Schlaf war ihr nicht vergönnt. Immer wieder war sie nachts aufgewacht, von den Bildern die sie nicht hatten loslassen wollen. Als Nikai früh aufwachte, behielt sie die Augen geschlossen, sie wollte ihm nicht seine morgendliche Routine nehmen, außerdem tat es ihr gut etwas Ruhe zu bekommen. Schließlich öffnete sie doch ihre Augen. Ihre Gedanken und Träume machten ihr zuzugeben etwas Angst, und es war besser wenn sie sich einfach fürs Wach sein entschied. Sie war erschöpft, aber das war wohl auch etwas, was für die nächsten Tage nicht mehr von ihr ablassen würde. Ihr Blick richtete sich auf Nikai auf dem Schreibtisch, der etwas für sie undefinierbares zu rauchen schien. Müde strich sie sich übers gesicht, bevor sie sich aufsetzte und ihre Klamotten überzog. Sie kämmte sich mit den Fingern durchs rote Haar, bevor sie zu Nikai trat und ihre Hände auf seinen Schultern ablegte um über ihn gelehnt sich anzusehen was er da schrieb. "Guten morgen." hauchte sie leise in die Stille, die nur von dem Geräusch seines Stiftes auf dem Papier durchbrochen wurde. Noch einmal sah sie auf die Notizen. Vielleicht konnte sie etwas beitragen, schließlich hatte sie Monate lang am elfischen Hof gelebt.
Nikai war ein bisschen in seinen Gedanken versunken, weshalb er deliah erst recht spät bemerkte. Nicht, dass er sie vollkommen vergessen oder ausgeblendet hatte. Er war einfach hochkonzentriert gewesen. Als sie sich anzog und zu ihm kam war ihre Präsenz wieder deutlicher in seinen Gedanken. Für einen Moment schloss er die Augen, als sie die Hände auf seinen Schultern ablegte und sich über ihn über seine Notizen beugte. Er legte den Stift ab und legte die freie Hand auf eine ihrer Hände. "Guten Morgen" Flüsterte er zurück und nahm noch einen letzten Zug, ehe er die Glut in einem kleinen Schälchen zerdrückte. "was denkst du dazu?"
Deliah bemerkte deutlich wie er in Gedanken gewesen war, als er seine Hände sanft auf ihrer ablegte. Sie warf noch einmal einen Blick auf die Notizen. "Das meiste stimmt noch." sie deutete auf ein paar der Zeilen. "Daran hat sie Veränderungen vorgenommen." erklärte sie schließlich, bevor sie ihm den Stift sanft aus der Hand nahm, und ein paar der eigenen Gedanken unter die eigenen schrieb. Hätte sie doch einfach besser aufgepasst, dann könnte sie vielleicht tatsächlich eine Hilfe sein. Aber die Zeit am Hof, hatte sie die meiste Zeit versucht irgendwie eine Brücke zu Bauen zwischen Elfen und Tierelfen. Etwas was ganz offensichtlich nicht von Erfolg gekrönt gewesen war. Dazu ihre eigene Schwangerschaft. Sie war wohl zu viel mit ihren eigenen Sachen beschäftigt gewesen. Auf der anderen Seite hätte sie wohl auch nie damit gerechnet, dass sie in den Palast einbrechen mussten.
Nikai hörte ihr aufmerksam zu als sie den Stift nahm und die Pläne veränderte und Informationen ergänzte. Grübelnd Strich er sich über die Lippen. "ich denke das könnte funktionieren." Merkte er schließlich an und trank einen schluck. "ich habe den anderen bereits Bescheid gegeben und eine Sitzung einberufen. Ich brauche die Infos von Kai ob er uns nahe an den Palast oder vielleicht sogar mit einem Portal direkt in den Palast bringen kann. Ich schätze allerdings dass wir allerdings eines der schlösser knacken müssen und einbrechen müssen. Durch ein Portal einfach hineinspazieren zu können wäre wohl zu einfach. " Meinte er nachdenklich und sah auf einen Plan. " wir sollten es im Kerker versuchen. Ich schätze mal, dass sie jace und Thalia dort gefangen hält "
Deliah lehnte sich leicht an seine Schulter um ein wenig angenehmer auf die Pläne vor ihm zu schauen. Sie hatte den Stift wieder neben ihm abgelegt doch auch sie bekam langsam ein wenig echte Zuversicht. Zumindest ein wenig. Es war möglich, es war tatsächlich möglich... oder? Sie musste es einfach denken. Sie musste es einfach hoffen, weil wenn sie es nicht tat, dann würde es heißen, dass Nikai sie alle in den Untergang führen würde und das würde auch der Untergang für ihren Sohn bedeuten. "Ich schätze auch." sie seufzte. Das ganze würde noch deutlich schwieriger aussehen als es jetzt den Anschein hatte, wenn sie mal drin waren. Wenn sie überhaupt rein kamen. "Wenn die Königin nicht auf eine andere makabre Idee gekommen ist, ja." in den Monaten die sie am Hof verbracht hatte, war ihr Königin nicht eine einzige Sekunde positiv aufgefallen. Sie war so eine kalte, grausame Person, oder zumindest hatte sie Deliah als solche wahrgenommen. Manchmal hatte sie sich gefragt ob sie einfach nur falsch verstanden wurde, doch spätestens nach der Truhe war das außer Frage gestanden. Sie löste die Hand von Nikais Schulter und brachte Distanz zwischen sich und ihn. "Vor der Sitzung werde ich mich frisch machen und umziehen." erklärte sie und ging zum Quartier eingang. "Vielleicht fühle ich mich dann auch etwas mehr wie ein Mensch."
Nikai schloss wieder für einen Moment die Augen, als sie sich an ihn lehnte und Strich über ihren Arm. "das werden wir erst wissen, wenn wir drin sind und ich eine Spur ihrer Energien finde. Aber so wie ich sie kenne wird sie sie im Palast gefangen halten, nahe bei sich. Sie ergötzt sich gern am leid anderer, auch wenn sie sich selbst nie die Finger schmutzig machen würde " Er atmete hörbar aus als sie schließlich Distanz zwischen sie beide brachte. Es fühlt sich an wie ein kalter Schauer, ein ungewohntes unliebsames gefühlt, als würde man ihm etwas entreißen. Doch er wusste, dass sie dies tun musste. Sie hatten Aufgaben zu erledigen und es bedarf keinerlei Aufschub mehr. Er nickte ihr zu und erhob sich nun ebenfalls. Kurzerhand überwand er die Distanz zwischen ihnen noch ein letztes Mal um sie zu küssen. "tu das. Ich bereite alles vor. Vielleicht schaffe ich es vorher noch mit Kai zu sprechen. Ich will wissen ob das mit dem Portal funktionieren kann. Wenn wir uns vorher noch durch die ganze Stadt schlagen müssen, müssen wir uns eine andere Strategie überlegen. " Merkte er noch an und löste sich wieder von ihr, um sich seinerseits frisch zu machen, seine Großmeisterrobe wieder anzuziehen und alle benötigten Unterlagen zusammen zu sammeln.
Deliah erwiderte den Kuss liebevoll, als er die Distanz zwischen ihnen noch einmal überbrückt hatte. Es war komisch von ihm weg zu gehen. Nach all dem was zwischen ihnen vorgefallen war, fürchtete ein Teil, dass er nicht mehr hier sein würde, wenn sie wieder kam. Doch er hatte versprochen dass sie hier bleiben würde. Er hatte so viel Versprochen... Sie sah ihn an. "Tu das. Bis dann." sie strich ihm über den Arm, bevor sie sich zu ihrem Quartier aufmachte. Auf dem Bett lag noch immer die Rose, die Nikai für sie dort platziert hatte. Es fühlte sich an, als wäre es in einem anderen Leben gewesen. Als wäre es nicht sie gewesen. Sie schluckte, nahm sie auf und legte sie auf den kleinen Schreibtisch. Bevor sie sich frisch machte und neue klamotten anzog. Im Tempel hatte sie meist Kleider getragen. Hatte so oft darauf geachtet, dass sie besonders reizend für Nikai gewesen waren. Dazu stand die dunkle Reiterhose und das ebenso dunkle Hemd mit der dunklen Corsage fast düster, und trist aus. Aber irgendwie passte es zum Anlass. Sie kämmte ihre Haare ordentlich und band sie dann zu einem Zopf zurück. Sie sah sich kurz in dem kleinen Spiegel um, bevor sie sich noch einmal für einen Moment aufs Bett sinken ließ und tief durchatmete. Nicht bei Nikai zu sein, half ihr über all das nachzudenken, was er ihr gesagt hatte. Elaine. Seine Tochter. Wieder spuckten sie in ihren Gedanken herum. Sie seufzte tief und ließ sich in die harte Matratze fallen. Verdammt. Würde sie jemals diese Bilder vergessen, die sie in der Kristallkugel gesehen hatte? Sie fühlte sich, als wäre sie eine Diebin, als hätte sie einer anderen Person das Leben, die Identität, die Liebe und das Gück gestohlen. Sie schüttelte den Kopf. Das war so dumm zu denken. Was an ihrer Situation war glücklich? Sie hatte nichts. Einschließlich ihres Sohnes. Ihr Leben lag vor ihr in Scherben. Sie ballte die Hände zur Faust und richtete sich dann auf. Das reichte mit Selbstmitleid. Es gab Aufgaben zu erfüllen.
Als Nikai alles beisammen hatte machte er sich auf den Weg in den provisorischen Sitzungssaal in dem sue schon zuvor getagt hatten. Er war mehr Zufall und Glück, dass ihm der Junge Dämonenprinz bereits auf dem Weg dorthin über den Weg lief und sie bereits vorher schon sprechen konnten. Kai half dem Großmeister beim auslegen der Pläne und sah das ganze nachdenklich an, während er Nikais Erklärungen lauschte und über den waghalsigen plan des Schattenkönigs nachdachte. Schließlich sah Nikais den jungen Mann abwartend an, während dieser wie gebannt auf die Pläne der Elfenhauptstadt starrte. Seine Augen wurden plötzlich die einer Echse und weitere Dämonische Merkmale zeichneten sich auf Kais Haut ab. Dann erschien ein leuchtendes Portal neben ihm auf dem Boden und seine Beschützerin,die er neckend "Hühnchen" aufgrund ihrer Federmerkmale nannte. Die beiden unterhielten sich kurz in der Sprache der Dämonen, ehe sie durch das Portal wieder im erdboden und der Unterwelt verschwand. Schließlich brachte der Prinz nikai auf den neusten Stand und sie warteten auf das Eintreffen der anderen, die an dieser Rettungsmission beteiligt sein sollten.
Deliah straffte die Schulter, als sie sich auf den Weg Richtung Sitzungssaal machte. Sie trat ein und sah sich kurz darin um, bevor sie dem Dämonenprinzen zunickte und zu ihrem üblichen Platz ging und sich auf den Stuhl sinken ließ. Erinnerungen an das letzte mal, als sie hier gewesen war, fluteten auf sie hinein. Auf das Gefühl, dass sie beschlichen hatte, als Nikai die Kiste geöffnet hatte, auf die Angst, als die Haarlocke auf den Tisch gefallen war und auf seine Worte. Sie schluckte und vertrieb die Gedanken. Sie sah auf als Draziel ins Zelt kam. Er nickte Deliah zu, bevor er sich auf seinen Platz setzte. Es war kompliziert, das alles hier war kompliziert. Vielleicht könnte es aber auch der Anfang von etwas neuem sein. Vielleicht könnten Nikai und Deliah tatsächlich eine Familie werden und Draziel und Cahara würden wieder zueinander finden. Alle könnten glücklich sein, oder? Wie dumm sich ihre eigenen Gedanken für Firnen anhören mussten. So naiv und getrieben von unüberwindbarem Optimismus, den sie selbst nicht mal mehr fühlte. Sie schluckte bei dem Gedanken und sah dann dabei zu wie die anderen Räte in den Saal kamen und der Raum sich so immer mehr füllte.
Nikai war nervös. Wobei, er war nervöser gewesen als er ihnen alles von seinem Sohn erzählt hatte und darauf gehofft hatte, dass irgendjemand ihm helfen würde. Allein wäre es sein sicherer Tod gewesen und er hätte nicht zugelassen dass Deliah ihn auf dieses Himmelfahrtskommando begleitet hätte. Jetzt sah es anders aus. Sie hatten ein ganzes Team aus Freunden und Familie hinter sich stehen: Draziel, cahara, Eron, Syeren, Sylvain, Mariko, Kai... Nikai hielt kurz inne als er nacheinander durch die Runde blickte und Fanibian in der Tür auftauchen sah. Der Feuerschatten hatte den irritierten Blick des Großmeisters sofort gesehen und winkte ab. Schließlich hatten er und Tara sich dazu bereit erklärt nicht mitzukommen, das ganze nicht zu unterstützen. Schließlich wäre Tara aktuell im Falle des Falles Nikais direkte Nachfolgerin. "ich will nur wissen, was euer Plan ist und hier nicht mitmischen..." Stellte der blonde Schatten mit den rot gefärbten haarspitzen fest. "zumindest... kann es nicht schaden zu wissen was ihr vorhabt... falls etwas schief geht und wir hier vielleicht doch noch etwas unternehmen können, um euch einen Vorteil zu verschaffen" Merkte er dann augenzwinkernd an und setzte sich ebenso dazu.
Cahara hatte sich neben ihren Mann gesetzt. Sie wirkte ziemlich erschöpft, nippte immer wieder an einer Tasse Tee und linste bereits neugierig auf die ausgebreiteten Pläne auf dem Tisch. Langsam runzelte sich ihre Stirn, als hätte sie bereits eine Vorahnung. Doch sie hielt sich zurück, sagte nichts dazu, wartete ab.
Nikai hatte deliah kurz angesehen, als sie als erstes dazu gekommen war, seine Gabe hatte unbemerkt von anderen die Finger nach ihr ausgestreckt und er ließ sie spüren, dass er hier war. Er war hier. Vielleicht nicht in greifbarer Nähe, aber er war bei ihr. Natürlich spürte er wieder verstärkt Firnens Präsenz, was ihn wieder ein weniger zurückhaltender in dem ganzen werden ließ.
Deliah hatte die Gabe gespürt, als sie eingetreten war, natürlich hatte sie sie gespürt. Sie war ein Teil von Nikai, und mittlerweile kannte sie das Gefühl davon so gut, als hätte sie sie schon so viel häufiger gespürt. Doch sie spürte auch Firnen, in seinem Kopf, fast als würde der Drache ihr von hinten einen warmen Atem um den Körper hauchen und dankbar nahm sie die Geste an, als könnte sie sich im Geiste an ihren Drachen lehnen und unte dem Schuppenkleid den Atem spüren. Als Fabi herein kam, sah sie auf, sie war mindestens genauso irritiert wie Nikai selbst, doch die Erklärung machte durchaus Sinn, also senkte sie den Kopf wieder und wartete, dass die Sitzung begann.
Draziel sah zu Cahara neben sich. Sie hatten gestern nicht mehr gesprochen, er hatte nciht mehr die Energie aufgebracht. Seit Monaten stand so viel zwischen ihnen und auch heute war es noch so. Erst müssten sie den Sohn seines besten Freundes retten, dann konnte er sich noch immer um seine Ehe kümmern. Trotzdem sprang er über seinen Schatten und nahm die Hand seiner Frau. Kurz wechselte er einen Blick mit ihr, bevor er sich Nikai zuwand.
Die Tür war noch geöffnet, als Arya herein kam. Sie hatte lange mit sich gehadert, ob sie nun teil davon sein durfte oder nicht, doch schließlich hatte sie sich dafür entschieden erhobenem Hauptes von ihrem Recht gebrauch zu machen... Oder irgendwie so. Sie fühlte sich bei weitem weniger Selbstbewusst, als sie vielleicht ausstrahlte, als sie sich auf einen der freien Plätze setzte, als wäre es ganz selbstverständlich. Sie würde sicherlich nicht mit in den Palast gehen dürfen, so viel war klar, aber sie wollte teil von den BEsprechungen sein, sie wollte lernen. Schließlich waren sie und Mäx ebenfalls ANwärter auf den Schattenthron, zumindest dann, wenn Nikai und seine Truppe erfolglos wären. Es entschied sich also auch einfach ihre Zukunft hier in diesem Raum.
Hinter Arya her eilte Mäx. Der von seiner mentorin vorher noch eine standpauke erhalten hatte, was ihm einfiel ständig überall dabei sein zu wollen. Doch er war zumindest der gleichen Ansicht wie seine Schwester, dass sie von dieser Sitzung zumindest etwas lernen konnten. Er schloss die Türe und eilte dann ebenso schnell auf einen noch freien Stuhl und nahm Platz. Nikai musste sie beim eintreten der Zwillinge ein kleines grinsen hartnäckig verkneifen. So wie Arya erhobenen Hauptes hereinkam, war sie definitiv die Tochter ihrer Mutter. Dies war nicht zu leugnen. Cahara war tatsächlich kurz überrascht, als draziel ihre Hand ergriff und automatisch glitt ihr Blick zu ihm. Ihre Mundwinkel zuckten zu einem kleinen schüchternen Lächeln. Das war ein gutes Zeichen für sie beide, oder nicht?
Nikai wartete noch einen Moment, bis alle soweit waren und er ihre volle Aufmerksamkeit hatte, ehe er sich wieder erhob. "ich danke euch allen nochmal, egal was euch zu dem ganzen bewegt und sei es nur die Zukunft des Ordens zu beschützen und hier ein Backup zu sein. Ich weiß, was ich euch allen hiermit abverlange ist viel... So viel, dass es sich nicht einfach so in Worten fassen lässt. Es zeigt mir einfach nur noch mals mehr als deutlich, dass ihr nicht nur Räte eines Großmeisters seid, sondern Freunde... Freunde, die für mich eine Familie sind. " Damit fing er an. Es war ihm wichtig dies auszusprechen, vorher klar zu stellen, wer wusste schon ob sie alle aus dieser Mission wieder zurück kehren würden. Er hoffte es inständig, etwas anderes konnte er wohl kaum akzeptieren. " ich habe lange überlegt, wie wir an die ganze Sache heran gehen können. Von einem alleinigen Himmelfahrtskommando meinerseits, bis dahin die gesamte Hauptstadt mit jedem mir verfügbaren Drachen einfach niederzubrennen. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass wir mit einem direkten Angriff zu viel Aufmerksamkeit auf uns ziehen. Wir machen uns zur Zielscheibe und verlieren zu viel Zeit bis wir unser Ziel erreichen. " Fing er schließlich an und nahm den Plan des Palastes und der Stadt und schon sie in die Mitte. "ich brauche hierfür jede einzelne eurer Gabe in maximalem Einsatz, es wird euch verdammt viel Kraft kosten, daher müssen wir als Team aufeinander abgestimmt agieren. Es gibt keinen Testlauf, nur einen Versuch... Keine Vorbereitungszeit. Ihr seid die besten der besten. Der Palast ist magisch abgesichert, Kai kann uns aber über ein Dämonenportal nah genug an den Palast heran bringen, sodass wir uns Nicht erst durch die ganze Stadt schlagen müssen und dadurch keine wertvolle Zeit verschwenden. Danach steigen wir ganz klassisch und altmodisch über die Kerker in den Palast ein. Ich vermute, dass sie Jace und Thalia dort gefangen halten. Also wenn einer von euch besonders gut im schlösser knacken ist... Das könnten wir gut gebrauchen. Wir wollen so wenig Aufsehen wie möglich. Wenn wir drin sind spüre ich unsere Zielpersonen Mithilfe meiner Gabe auf. Wer mit meinen Fähigkeiten noch nicht allzusehr vertraut ist: ich kann die Energien anderer wie glitzernde bunte Fäden sehen und wie eine für andere unsichtbare spur dieser folgen. Auf das kontrollieren dieser Energien und den tödlichen Aspekt dahinter gehe ich jetzt nicht weiter darauf ein. Kai schickt uns einen seiner Begleiter hinterher, der aufgespürte Zielpersonen rausbringen Kann. Wir arbeiten uns Stück für Stück voran und richten möglichst kein großen Blutbad an, dass sie Aufmerksamkeit auf uns ziehen könnte. " Er fing mit seinen Erklärungen an und deutete auf die entsprechenden Stellen, die vorher feststanden. Dann sah er zu cahara und tippte sich während er sprach gegen die Stirn. " cahara... Ich brauche divh während dessen die ganze Zeit in meinem Kopf. Ich kann das was ich über meine gabe sehe nicht für alle sichtbar machen, aber es ist wichtig, dass alle den Weg kennen. Du kannst sehen was ich sehe und gibst es jedem einzelnen in den Kopf. Du kannst uns alle miteinander vernetzen." Wies er seine alte freundin an, woraufhin sie kurz die Stirn runzelte und ihre Tasse abstellte. " du willst den gleichen plan durchziehen, wie vor 20 jahren auf deiner letzten Mission. Du bist dabei drauf gegangen nikai...Du willst darauf vertrauen dass es nochmal funktioniert und nochmal schief geht?! Wir haben diesmal kein riesiges Heer vor der Stadt stehen, dass in einer enormen Schlacht für ein perfektes Ablenkungsmanöver sorgt. " Hakte sie dann doch skeptisch nach, doch nikai schüttelte den Kopf. " die Mission war ein voller Erfolg. Gestorben bin ich erst im Getümmel der Schlacht. Darin müsst du einen Unterschied machen" Entgegnete er ihr nur, woraufhin sie seufzte und schließlich in seine Gedanken einwilligte. Dann sah er zu syeren und sylvain. "syeren, sylvain. Ich brauche eure ganze Kraft. Ihr seid unsere Rückendeckung. Wir können uns nicht unsichtbar machen, aber wir können die Sinne unserer Feinde durch eure Illusionen täuschen. Sie sollen so lange wie möglich nicht wissen, dass wir da sind, wo wir sind und wie viele wir sind. " Sein Blick wanderte weiter zu eron und mariko. " Eron, Mariko? Wenn ihr irgendwelche vorahnungen habt, ich will der erste sein, der es weiß. Haltet eure Sinne geschärft. Mariko....bei feindkontakt, setze alles ein was nötig ist um ihn unschädlich zu machen ohne, dass dir großes Leid widerfährt. Ein Zeitfenster genügt uns, damit cahara seine Gedanken und Erinnerungen vielleicht verändern kann. Metzeln Wir bei feindkontakt alles nieder was uns in die Quere kommt lösen wir schneller als es uns lieb ist einen großalarm aus. " Dann blieb sein Blick an deliah hängen. " Zeit ist unser größter verbündeter und unser stärkster Feind. Wir müssen schnell sein, schnell rein und schnell wieder raus... Wenn die Zeit also nur ein bisschen auf unserer Seite ist, dann haben wir viel größere Chancen" Dann sah er wieder auf die Karte in der Mitte des Tisches. "wir gehen rein, holen raus wen wir können. Priorität hat mein Sohn.... Wir jagen nicht die Königin... So schwer es mir vielleicht fallen mag, wir greifen sie nicht an. Haben wir meinen Sohn, versuchen wir so schnell wie möglich aus dem. Palast raus zu kommen. Kai wartet bereit auf uns genau unterhalb in der unterwelt. Sobald er uns außerhalb des Palastes aufspürt kann er uns durch ein Portal wieder durch die unterwelt extrahieren. Es ist unsere einzige Chance. " Endete er schließlich die Erklärungen zu seinem mehr als waghalsigen Plan. Dann fiel sein Blick zuletzt auf draziel. " draziel... Wenn ich die Kontrolle verliere... Du bist der einzige, der das händeln kann... Ohne dabei drauf zu gehen.... Ich vertraue darauf, dass du das hinbekommst. Das Leben aller anderen hängt davon ab. Wenn ich der Königin begegne... Dann kann ich für keine Kontrolle garantieren. Bring mein Kind und den Rest dann einfach raus. Greif erst ein wenn der Rest in Sicherheit ist. " Er sah seinen ehemals besten Freund erst an, so ernst wie nikai es nur meinen konnte.
Deliah schwieg, wie die meisten anderen es auch taten, als sie Nikais Erklärungen folgte. Er hatte genau das eingehalten, was er gesagt hatte. Er hatte einen Plan gemacht und so irre er auch klang, er war ihre einzige Chance, so wie er es auch gesagt hatte. Himmelfahrtskommando. Das was sie gestern gesagt hatte, traf es wohl am besten. Und dann war da noch die Sache mit ihrer Gabe. Sie wusste das ihre Gabe wichtig für solche Momente war, das war sie bereits im kampf um die Tyrannenfeste gewesen. Sie würde später meditieren müssen, vielleicht würde sie dann die Zeit wieder spüren können. Er wusste das schon. Bei Nikais letzten Worte zog sie trotzdem die Luft zischen ein, was vermutlich Eron und Syeren zu ihren Seiten gehört hatten. Sie wusste, dass jeder hier sterben könnte. Doch die Tatsache, dass Nikai schon einen Backup Plan hatte, entsetzte sie mehr als sie es geahnt hatte. Ihr Blick ging auf Nikai. Wehe, wenn er sterben würde. Er hatte versprochen für sie da zu sein, und das konnte er nicht, wenn er drauf ging, das war ihm doch hoffentlich klar, oder?
Draziel hatte das zögerliche Lächeln von Cahara nicht erwidert, doch nicht weil er es nicht wollte, sondern einfach weil seine Aufmerksamkeit auf Nikai lag. Er höhrte seinem ehemligen besten Freund aufmerksam zum, bevor er schließlich nickte. "Du kannst immer auf mich zählen." ein Lächeln, spielte um seine Lippen. "Aber tu mir den Gefallen und leg es nicht drauf an."
Nikai hörte Deliahs leises zischen vielleicht nicht, aber er spürte die Erschütterung ihrer Energien mehr als deutlich. Kurz huschten seine Augen zu ihr, trafen den fast schon warnenden Blick ihrer grünen Augen, bevor er draziel ebenso ansah, wie sein alter Freund ihn ansah. "keine Sorge, ich habe nicht vor es drauf anzulegen. Ebenso wie es nicht vorhabe hier nochmal zu sterben. Es warten noch Pflichten auf mich, die ich versprochen habe zu erfüllen und das funktioniert nur wenn dieses Herz weiterhin schlägt." Versicherte er ernst und war froh, dies direkt an draziel wenden zu können, doch in seinem Herzen sprach er eigentlich zu Deliah. Würde dieses Versteckspiel bald ein Ende haben?
Syeren hatte Deliahs zischendes atmen durchaus gehört. Doch er wagte nur einen kurzen Blick in ihre Richtung. Er kannte das Geheimnis seiner ratskollegin und des Großmeisters schon fast seit Beginn an. Er würde kein Wort darüber verlieren. Er grübelte ein wenig, ehe er abermals auf die Pläne sah und dann wieder zu nikai blickte. "Wann soll es losgehen? Ich schätze mal, je länger wir warten, umso misstrauischer wird die Königin, dass wir doch etwas planen. Es sind schon 2 Tage seit dem Erhalt der Nachricht vergangen..." Wandte er schließlich ein.
Nikai hatte auch auf dem Tisch abgestützt und atmete bei syerens frage tief ein und aus. " du hast recht... Uns bleibt keine Zeit große Vorbereitungen und Vorkehrungen zu treffen. Ich dachte an den die Stunden vor morgengrauen. Zwei Stunden vor wachwechsel bei Sonnenaufgang... Die Zeit ist am besten, wir haben den Schutz der Dunkelheit. Der palat schläft, die eibgeteilten wachposten sind zu diesen Zeitpunkt am müdesten und ihre Kollegen stehen erst auf um den schichtwechsel vollziehen zu können..... Ich bin offen für andere Ideen und Vorschläge, wenn sie einer hat. " Sein Blick ging durch die Runde.
Draziel nickte bei Nikais Worten. Es schien ihn zufrieden zu stellen, oder zumindest ruhig zu stellen. Also lehnte er sich auf seinem Stuhl zurück und lauschte den weiteren Plänen. In seinen Ohren klang das alles sinnvoll, vermutlich hätte er das unter dem Umständen nicht großartig anders geplant. Nikai rief die stärker seiner Leute ab, forderte sie sogar noch und brachte für jeden einzelnen die Möglichkeit ein sich individuell einzubringen. Fast als wäre das ganze hier einfach nur eine riesengroße Prüfung. Aber vermutlich war es davon auch nicht sonderlich weit entfernt. Nur wären im Zweifel nicht irgendwelche Heiler oder Zauberer da, die die Prüfung beenden konnten. Sein Blick ging zu Arya und Mäx. Wenn alles schief gehen würde, wären sie in ein paar tagen Vollwaisen...
Deliah hatte den Blick auf Draziel gerichtet als Nikai zu ihm gesprochen hatte und doch hatte sie das Gefühl gehabt, die Worte waren an sie gerichtet. Sie war froh die Worte zu hören, mehr als sie zugeben konnte. Jetzt musste er das nur noch wahr machen. Bei Syerens Frage sah sie auf und lauschte Nikais Worten. Es klang sinnvoll. Sie erinnerte sich an die Zeit im Palast. Meist war sie vor Sonnenaufgang nicht wach gewesen, außer in der Zeit der Übelkeit früh am Morgen. Oft war sie durch die leeren Gänge geirrt ohne eine einzige Seele zu entdecken. Sie fragte sich ob die Wachen wohl verstärkt worden waren, seitdem sie den Palast verlassen hatte. Ob die Königin damit rechnete, das sie kommen würde? Nur zu gerne würde sie der Elfe eigenhändig den Kopf von den Schultern trennen, doch sie wusste das war keine Option. Nicht wenn sie wieder raus kommen wollten.
"Das heißt wir benötigen nur noch jemanden mit geschickten Fingern, damit die Schlösser kein Problem darstellen?" Mariko hatte sich ruhig verhalten während der Versammlung. Die Aussicht ihre Gabe gezielt verwenden zu müssen klang nicht rosig, aber was hatte sie schon erwartet. Sie war ein Schatten, und das gehörte nun mal dazu. Sie hatte die Arme vor der Brust verschränkt und sah zu Nikai.
Cahara schwieg die ganze restliche Zeit, ließ die Hand ihres Mannes aber nicht los. In ihrem Kopf überschlugen sich die Gedanken. Abermals und abermals ging sie den plan durch. Es war gefährlich und riskant. Sie alle waren nicht mehr irgendwelche talentierten Schatten, hier saß der schattenrat, Stadträte, Thron Anwärter. Die elfenkönigin konnte nawaria einen verdammt großen Schaden zufügen, wenn sie sie alle gefangen nahm oder gar umbrachte. Sie alle setzten ihr Leben für ein kleines Kind aufs Spiel und die Zukunft von nawaria. Aber dieses Kind bedeutete auch, daß Arya, Mäx und Tara ihr eigenes freies Leben leben konnten. Eine letzte Mission, ein letztes Mal das eigene Leben derart aufs Spiel setzen, Kein Krieg mehr, kein Kampf. Sie sehnte sich nach Frieden und Frieden würde es wohl erst geben, wenn sie ihren Plan in die Tat umsetzten und es schafften. Cahara sah in die Runde. Sie konnten es schaffen. Natürlich wären Fabi und Tara zusätzlich noch von enormen Vorteil, aber wer sollte übrig bleiben, wenn sie scheiterten. Es war gut so, dass die beiden hier im Lager die Stellung hielten. Sie waren eine bunte Truppe, nicht unbedingt ein eingespieltes kampfteam, aber sie alle wussten wie es funktionierte und cahara war tatsächlich zuversichtlich, dass sie es schaffen konnten. Jeder von ihnen war für genau solche Aufgaben ausgebildet worden, daher zweifelte sie nicht einmal daran, dass sie dies alle überleben würden.
Nikai nickte Mariko zu. "ganz genau. Es gibt viele Möglichkeiten eine Tür aufzukriegen, aber ich möchte ungern diese Aktion damit starten. Dass wir mit roher Gewalt eine der Palastaußentüren öffnen. Ich würde zudem nicht darauf vertrauen wollen, dass wir die Zeit haben die Kerkerschlüssel zu suchen und das Glück haben die richtigen zu finden. " Erklärte er seinen Gedanken Gang. Nikai selbst war auf früheren Missionen als er noch im Tempel und bei den Rebellen gewesen war durch offene vergessene Zugänge geschlüpft, Weil er mit seiner Gabe die Zeit hatte danach zu suchen und sich darauf vorbereiten konnte. Aber nicht mit einer Gruppengröße wie dieser hier. Zudem würde man im Palast wohl kaum irgendwo in ihrer Reichweite eine Tür oder Fenster offen lassen.
Syeren seufzte leise und fuhr sich mit den Händen über das Gesicht. "ich bin aus der Übung was das angeht. Es war jahrelang nicht nötig irgendwelche schlösser so aufzumachen. Und ich hab kein Dietrich-Set hier dabei, hätte nicht gedacht es hier brauchen zu können. Wenn wir eines auftreiben, kann ich vielleicht noch ein paar Stunden üben. Damit ich nicht gänzlich versage, wenn es dann darauf ankommt " Wandte er schließlich leise ein. Es baute druck auf, dass so etwas banalas so wichtig zu sein schien, dass es auf seinen Schultern Lasten sollte.
Die Tatsache, dass die ganze Mission an einem Dietrich-set und den Skills scheitern könnten war doch wirklich ironisch, oder etwa nicht. Deliah hatte ihren Blick nur für einen Moment Syeren zugewandt bei seinen Worten. Die Aussichten klangen nicht vielversprechend und sie mussten auch erst einmal ein Set auftreiben, damit er noch die Zeit hatte zu üben. Das war wohl das Problem, wenn man Anführer und Heerführer Zusammen auf einen Auftrag schickte. Es gab niemanden für die einfachen Dinge. Das ganze war so ironisch, dass Deliah an liebsten laut gelacht hätte, doch natürlich tat sie es nicht.
Eron sah an Deliah vorbei zu Syeren. "Mir geht es genauso. Aber wenn wir ein Set finden, können wir vielleicht gemeinsam üben." wie immer war seine Stimme so ruhig, als könnte nichts ihn ins Wanken bringen. Das im Zweifelsfall das Scheitern des Auftrags von Syeren und seinem Nicht mehr vorhandenen Skill abhing, schien ihn nicht weiter zu stören. Sein Blick ging zu Nikai. "Aber ich denke nicht das wir das brauchen werden." seine Gabe der Vorraussicht war oftmals verwirrend gewesen, gerade in jungen Jahren hatte er sie so oft nicht verstanden. Doch umso älter geworden war, umso einfacher waren die Nebelschwaden zu lesen gewesen. Teilweise fehlte ihnen der Kontext doch manchmal war es auch ganz klar. Wie auch diese hier. Eine schwarzhaarige Tierelfe mit weißem Fuchsschwanz vor einer großen Tür wie sie die Tür mühelos mit einem langen Fingernagel öffnete. Er hatte zunächst nicht zuordnen können, warum diese Vision, doch seit der Sitzung hatte sich ein Bild daraus gemacht.
Syeren wäre am liebsten von seinem Stuhl in den Erdboden versunken. Jetzt hing das ganze wohl an ihm. Ein Zeichen der Erleichterung erschien auf seinem Gesicht, als eron sich ebenso dazu gesellte. "irgendwo in dieser Stadt werden wir schon eines auftreiben können. Mäx und Arya können sich ja nützlich machen und uns beim Suchen helfen. Dann lernen die zwei auch mal, dass die banalsten Dinge für so eine Mission auch wichtig sein können" Merkte er mit einem Blick zu den Zwillingen an, woraufhin ein ganz leises ganz kurzes Lachen entglitt, was aber fast schon bitter klang. Mäx runzelte die Stirn und sah zu syeren. Einen Moment lang wirkte der Junge fast schon wieder zu selbstsicher. "ich brauche dafür keinen Dietrich. Ich krieg das Schloss auch so auf. Aber ich darf ja nicht mit. " Entgegnete er ein bisschen zu hochnäsig und ließ ein paar kleinere metallene Gegenstände schweben, als anspielung auf seine Gabe, mit deren Hilfe er die metallenen Bestandteile eines Schlosses auch so würde bewegen können. Daraufhin erntete er von nikai einen warnenden Blick. "das diskutieren wir nicht nochmal, Mäx. Deine Zeit für derartige Missionen wird noch kommen" Merkte der Großmeister einem derart ungewohnten Tonfall an, der keine widerworte zuließ. Daraufhin war von Mäx nur ein kleinlautes "Ja, sir" zu hören. Ein Moment der angespannten Stille verging, ehe nikai wieder eron ins Auge fasste, bei seiner Aussage. Ein ungutes gefühl beschlich ihn. Aber dies lag wohl einfach nur an erons Gabe. Cole hatte fast die gleiche und Voraussicht war nikai schon immer nicht ganz geheuer gewesen. Er nickte schließlich eron doch zu. "Wenn ich auf deine Worte vertrauen kann, dann sollte mich das wohl beruhigen. Ich denke es ist alles wichtige gesagt... Wir sollten uns um Mitternacht, bevor wir aufbrechen erneut treffen...dann können wir nochmal Schwierigkeiten durchgehen, die uns hoffentlich bis dahin nicht auffallen sollten. Ansonsten sollte jeder von uns sich den restlichen Tag auf die bevorstehende Aufgabe vorbereiten. Ich werde mich in meinem Quartier um alles weitere kümmern und stehe jederzeit für euch zur Verfügung. Solltet ihr mich dort dennoch nicht antreffen bin ich wohl außerhalb der Stadt auf dem Hügel nordwestlich und bereite mich selbst ein wenig vor. " Erklärte nikai schließlich und sammelt die Unterlagen wieder zusammen.
Arya hatte ihrem Bruder einen bösen Blick geschenkt, als er sich eingemischt hatte. Was nahm er sich da als Recht heraus in so einer Sitzung mit seinen Fähigkeiten zu Prahlen. Nur zu gerne hätte sie das auch getan. Doch im Vergleich zu ihm wusste sie schließlich wie sie sich zu benehmen hatte. Also blieb sie stumm, die Hände im Schoß gefaltet und lauschte den Worten ihres Mentors.
Mariko erhob sich schließlich als erste. Sie nickte Nikai zu und verließ dann den Saal. Wenn sie morgen früh ihre Gabe auf diese Weise benutzen sollte, wäre es wohl sinnvoll sich darauf vorzubereiten. Also ging sie in ihr Lager, schnappte sich einen Mantel den sie überwarf und verließ dann die Stadt um unten vor den Toren, etwas abseits zu meditieren. Nicht das wirklich Unaufmerksam wäre, aber es half nicht mit dem Schmerz der Lagerleute konfrontiert zu werden und hier würde sie wohl ohne Probleme merken, wenn sich jemand näherte.
Auch Deliah erhob sich schließlich. Sie war Nikai einen letzten Blick zu, bevor sie ebenso wortlos wie Mariko den Raum verließ. Sie ging nach draußen und zu Firnen. Während ihres Einsatzes würde sie von dem grünen Riesen getrennt sein, das erste mal, seitdem er an ihrer Seite war. Es fühlte sich seltsam an, vor allem weil sie nicht einmal wusste ob sie zurück kehren würde. Sie hatte sich auf eine der großen Pranken gelegt, die augen gen Himmel gerichtet, während Firnen über sie wachte.
Draußen vor der Tür, gegenüber an die Wand gelehnt stand Ahri. Sie war kein Teil der Versammlung gewesen, also hatte sie sich ferngehalten. Einer ihrer weißen Fuchsschwänze zuckte neben ihr, als würde sie auf etwas warten, genau wie ihre Ohren. Als die Tür aufging und Mariko und dann Deliah heraus kamen, sah die Tierelfin der rothaarigen Schönheit hinterher. Schon damals im Schattentempel hatte sie gewusst, was für einen Einfluss Deliah auf Nikai hatte, doch jetzt war es nicht mehr übersehbar. Nikai war ihr und ihren Kräften wohl endgültig entglitten. Eine Spur Wehmut durchflutete sie. In ihren Händen hielt sie einen kleinen blassblauen Ball, den sie immer wieder hoch in die Luft war, während sie auf Nikai wartete.
Nikai bräuchte eine Weile bis er alles wieder einsortiert hatte und syeren noch kurz mit ihm sprach. Dann verließ syeren mit Fabi den Saal, der ihm half einen Satz Dietriche in der Stadt aufzutreiben. Als Nikai schließlich alleine im Saal war brauchte er noch einen Moment um durchzuatmen. Er funktionierte gerade einfach nur, versuchte zu organisieren, zu planen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Alles ging hiervon ab, von ihm ab. Das Leben seines Sohnes, der Frau dir er liebte, das Leben seiner Freunde. Freunde... Er nannte sie Freunde... Aber es fühlte sich schok seit vielen Jahren eigentlich nicht danach an. Ja, das mit Draziel war schon in ihrer Jugend in die Brüche gegangen, also sie sich beide in die gleiche Frau verliebt hatten. Cahara, die wie nikai Jetzt definiv wusste er nie so geliebt hatte die deliah jetzt. Doch so viele hatten im seit seiner Rückkehr mehr als nur deutlich gemacht, dass sie ihm jetzt zwar halfen, aber dies eigentlich für deliah Taten. Nikai war froh, dass sie es überhaupt Taten und sie mit deliah einen wirklich wichtigen Grund hatten. Doch es zeigte ihm auch, wie viel er einfach nur ständig falsch machte und wie allein er tatsächlich in dieser Welt war. Ein Schicksal, dass er sich selbst zu Schulden hatte kommen lassen. Dennoch machte es das ganze für ihn nicht gerade einfacher. Doch er schluckte dies runter, er musste sich auf das konzentrieren was er irgendwie noch zu retten versuchte, seine zukunft mit deliah und dem kind. Wenn er die Beziehung mit deliah überhaupt nach allem Noch retten würde können... Dies alles stimmte ihn traurig, doch gerade jetzt musste er stärker sein als sonst. Er schnappte seine Unterlagen und verließ den Saal. Dort erstarrte er schließlich als er ahri an der Wand gelehnt warten sah. Er schluckte und instinktiv stellten sich warnend seine Nackenhaare auf, als er die tierelfe mit ihrem magischen ball spielen sah. Sie gab es auch noch... Und ungewollt blitzen Bilder ihrer gemeinsamen, hauptsächlich intimen gemeinsamen Zeit auf. Er hatte dies vergessen, nein, verdrängt hatte er es und jetzt war er mit ihr konfrontiert. Wie ein Stoffel stand er da, starrte sie einfach nur an und brachte kein Wort heraus.